Abteilung für Zentralsterilgutversorgung (ZSVA)
Die Abteilung für Zentralsterilgutversorgung steht unter der Leitung von Matthias Riehn.
Ansprechpartnerin für den Fachbereich ist Frau Lübbers. Sie ist telefonisch unter 069 / 475-2998 zu erreichen.
Die Abteilung für Zentralsterilgutversorgung (ZSVA) der BGU befindet sich im Sockelgeschoss. Hier werden die benötigten Instrumente der gesamten Klinik gereinigt und desinfiziert. Die ZSVA ist die zentrale Anlaufstelle für die gesamte Klinik, wenn es um die Reinigung/Desinfizierung der Instrumente geht. Allein von den Stationen kommen im Monat ca. 2000 Instrumente. Dabei machen die Stationen, die Notafallambulanz, die Ärztlichen Sprechzimmer, die BG-Sprechstunde etc. nur einen kleinen Teil des Gesamtvolumens aus. 80 Prozent der Arbeit kommt aus dem OP.
Eine Operation benötigt zwischen einem und 15 so genannte Instrumentensiebe. Dabei beinhaltet ein Instrumentensieb ca. 100 Instrumente.
Die Arbeit der Fachabteilung beruht auf den Richtlinien des Robert-Koch-Institut (RKI) und verlangt Präzision und Fachkompetenz, damit keine Infektionen übertragen werden können. Die Mitarbeiter der Abteilung haben Sterilisationslehrgänge absolviert und sind als Technische Sterilisations-Assistenten qualifiziert. „Es ist wichtig, dass wir die Mitarbeiter von Anfang an strukturiert in die Arbeit einführen, denn ein Fehler kann hier weit reichende Folgen für die Patienten haben“, so die Fachbereichsleiterin Odile Lübbers.„Vermeidbare Infektionen auch nosokomiale Infektionen genannt, wie Verunreinigung von Flächen oder kontaminierte Pflegeutensilien bzw. Instrumente dürfen hier keine Chance haben“, erklärt Lübbers und hat ein Konzept zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter ausgearbeitet, an das sich alle strikt halten müssen.
Die Zentralsterilgutversorgung (ZSVA) besteht aus drei Arbeitsbereichen: der unreinen Seite oder Waschzone, der reinen Seite und dem sterilen Bereich. Auf der unreinen Seite kommt das kontaminierte OP-Material an. Hier wird es manuell, zum Beispiel im Ultraschallbad, und dann maschinell gereinigt bzw. desinfiziert. Die Reinigungs- und Desinfektions-Geräte (RDG) stehen zur gründlichen Wäsche bereit. Die Maschinen sind mit Geschirrspülern zu vergleichen. Sie reinigen und desinfizieren mit heißem Wasser und Chemikalien und trocknen die Instrumente. Besonderheit dabei: Die RDGs sind so genannte Durchlader, d.h., sie können immer nur von der unreinen Seite beladen und danach nur auf der reinen Seite geöffnet werden. Die Maschinen werden zudem zweimal im Jahr vom Institut für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle (IKI) überprüft.
Die reine Seite ist der zweite große Arbeitsbereich in der ZSVA. Hier werden die gereinigten und desinfizierten Instrumente nach bestimmten Vorgaben und Schemata in Instrumentensets gepackt, bevor sie in die Sterilisatoren gelangen. Auch die Sterilisatoren werden viermal im Jahr vom Institut für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle (IKI) kontrolliert. Zudem wird das dekontaminierte Material einer eingehenden Funktionsprüfung unterzogen und gepflegt. Wartung, Pflege und Reparatur sind sehr wichtig. Schließlich kosten die Instrumente sehr viel Geld. In der BGU Frankfurt am Main werden Instrumente und Materialien wie in den meisten Kliniken üblich, mit Dampf sterilisiert.
„Es muss vom ersten Tag an klar sein, dass die Hygienevorschriften der Klinik höchste Priorität haben. Händedesinfektion, Haarschutz sowie Bereichskleidung, bestehend aus Hemd und Hose, sowie Klogs sind ein Muss beim Betreten des Sterilbereichs“, erklärt Lübbers.
Die neuen Mitarbeiter haben stets die Möglichkeit nachzufragen und wissen, Weiter- und Fortbildung werden hier in der Klinik gefordert.
Sie können sich also sicher sein, dass wir uns mit viel Sorgfalt der Hygiene in unserem Haus widmen.


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